Menu
Korfu / Reisen

Korfus Norden – Meine Highlights & Reisetipps zwischen Olivenhaine und Buchten

Es war kein einfaches Jahr. Wie für so viele hat 2020 bei mir einiges durcheinandergewirbelt, Pläne durchkreuzt, Herausforderungen gestellt und so viel in einen Wartezustand versetzt. Es sind viele Tränen geflossen und Gespräche geführt worden. Alles anhalten. Durchhalten. Loslassen. Oder doch Festhalten?  Mit ganz viel Abstand und trotzdem nah im Herzen. So viele Zweifel und Ängste die sich pausenlos in meinem Kopf im Kreis drehten.

Aber hier in Griechenland, im westlichen Korfu, zwischen den grünen Felsen Paleokastritsas und seinen Buchten mit diesem unfassbar glitzerndem, klaren Wasser da fühlte ich endlich: R u h e.

Ich atmete tief ein und aus, während die Sonne langsam hinter dem Meer verschwindet. Ich hatte fast vergessen, wie sich das anfühlt. Sich fallen zu lassen und zu akzeptieren was ist. Wieder dem Leben zu vertrauen.

Sonnenuntergang Meer

Im September habe ich 10 wunderschöne Tage auf Korfu verbracht. Ganz allein hatte ich Zeit, die Insel in mich aufzusaugen, Sonne zu tanken und mit meinem Mietwagen Abenteuer zu erleben. Schon während ich dort war, wusste ich, dass diese Reise eine meiner besten Entscheidungen in diesem Jahr war.

Da ich so viel wie möglich sehen wollte, ohne dauernd weite Strecken im Auto zurück zu legen, entschied ich mich dafür sowohl im Norden, als auch im Süden der Insel eine Unterkunft zu suchen. Zusätzlich habe ich als Abschluss zwei Tage in Korfu-Stadt verbracht. Hier kommen meine Herzensempfehlungen für Korfus-Norden:

Plaeokastritsa:

Meine Lieblingsort auf Korfu. Wo findet man sonst eine Kombination aus spektakulären Ausblicken auf kleine Buchten zwischen Felshängen, türkis-blauem klaren Wasser und Sonnenuntergängen über dem Meer? Von der ersten Minute an hat mich der kleine Ort in seinen Bann gezogen. Ja, es ist touristisch hier, aber wenn man sich abseits der Hauptbuchten auf Entdeckungsreise begibt, findet man auch süße Badeplätze an denen nur ein paar einheimische Omis schwimmen gehen.

Die Bucht von Paleokastritsa

Sehenswürdigkeiten & Tipps für Paleokastritsa:

Meine Lieblingsstrände rund um Paleokastritsa:

Meine Lieblingsstrand ist mit Abstand der Agios Spiridon Beach. Einfach weil dort das Wasser so unfassbar klar ist und man für ein paar Euro sogar kleine Höhlen per Kajak erkunden kann. Geheimtipp: Schon früh morgens kommen, dann hat man den Strand ganz für sich. Es gibt auch einige nette Restaurants direkt an der Bucht und wenn man genug vom Sonnenbaden hat kann in einem kurzen Spaziergang zum Kloster laufen, das über dem Strand thront.

Direkt gegenüber liegt eine weitere Bucht, die meiner Meinung nach aber nicht ganz so schön ist wie der Agios Spiridon Strand. Wenn man im 24/7 Café etwas verzehrt, bekommt man hier einen Liegenplatz im Preis inbegriffen.

Folgt man den Treppen an der Hauptstraße hinunter landet man am kleinen, versteckten Verderosa Strand. Dieser wird insbesondere von Einheimischen genutzt. Mir hat es hier gut gefallen, da die Bucht nicht so überlaufen ist und man den süßen korfiotischen Omis beim Baden und Plausch zuzusehen kann.

Ein weiterer bekannter Küstenabschnitt ist der Agia Triada Beach. Auch hier erwartet einen kristallklares türkises Wasser und Steinstrand. Es gibt zudem eine Strandbar mit Restaurant. Ich fand es hier tagsüber allerdings viel zu voll und habe daher die anderen Plätze vorgezogen.

Kloster Moni Paleokastritsa

Sehenswert ist auch das Kloster, das am Berg über Paleokastritsa thront. Ich habe selten so einen fotogenen Ort gesehen. Das ganze Kloster ist liebevoll mit tausenden Pflanzen und Blumen bestückt und zwischen den weißen Mauern liegen Katzen in der Sonne. Ich finde der Ort strahlte eine beruhigende Atmosphäre aus.

Wenn man das Kloster besucht, sollte man vom Platz davor ausgehend, einem kleinen Pfad zu einem Metallkreuz folgen. Hier war ich ganz alleine und konnten einen eindrucksvollen Blick über das Meer und die Buchten genießen. Es lohnt sich definitiv. Sicher ist der Platz auch ein toller Ort für den Sonnenuntergang. Ich war bei meinem Besuch leider etwas zu früh dort, kann mir aber vorstellen, dass man hier einen tollen Blick auf die letzten Sonnenstrahlen hat.

Traumhafte Buchten von Paleokastritsa
Blick vom Metallkreuz auf die Bucht von Plaeokastritsa:

Mein Hoteltipp für Paleokastritsa – Odysseus Hotel:

Ich habe mich im Odysseus Hotel von Anfang an sehr wohlgefühlt. Es wirkt familiär und die Angestellten haben mich durchweg sehr freundlich behandelt. Mein Zimmer war super groß und hatte einen Balkon mit grandioser Aussicht auf die Bucht. Zudem sorgt ein schöner Pool für Abkühlung. Super ist auch die Lage, von der man in wenigen Minuten zu Fuß verschiedene Badebuchten und Restaurants erreichen kann. Es ist preislich zwar etwas gehoben, aber definitiv sein Geld wert.

Odysseeus Hotel
Entspannte Stunden am Pool des Odysseeus Hotels

Restaurant und Bartipps:

Mein absoluter Favorit in Paleokastritsa war das Restaurant Belvedere. Hier waren die Inhaber super lieb, das Essen köstlich und es gab guten Wein. Am besten war aber mit Abstand die Aussicht. Von meinem Tisch konnte ich direkt den Blick auf die Bucht und das Meer genießen. Es war ein unfassbar schöner Anblick, als sich der Himmel rosa rot verfärbte. Ganz große Empfehlung von mir.

Abendlicht Korfu
Spektakulärer Blick vom Restaurant Belvedere

Auch einen schönen Blick hat man von der Tango Cafe-Bar. Diese liegt am höchsten Punkt der Hauptstraße und hat eine große Terrasse mit Blick über die Landschaft und auf das Meer. Es gibt eine gute Auswahl an Getränken und auch einigen internationalen Speisen. Ich finde für die Aussicht sind die Preise wirklich in Ordnung.

Ein weiteres Highlight ist die La Grotta Bar. Die Location der Bar ist wirklich bombastisch, da sie direkt in die Felsen gebaut ist. Es gibt dort leckere Cocktails und die Möglichkeit direkt von Felsen oder einem Sprungbrett ins Meer zu hüpfen. Ich hatte das Glück am Strand eine weitere Alleinreisende kennenzulernen und hier einen schönen Abend mit ihr zu verbringen. Als dann noch direkt in unserem Blickfeld der Vollmond aufging, hatte der Ort wirklich etwas Magisches. Dies entschädigte definitiv auch für die etwas teureren Preise.

Tagesroadtrip zu den Küstenstädten im Norden und zauberhaften Bergwelten: Acharavi – Kassiopi – Dassia:

Musik dringt aus den Lautsprechern und der Wind weht in meinen Haaren. Es ist ein schönes Gefühl der Freiheit mit meinem Auto die Insel zu erkunden. Zuerst führt mich mein Weg an diesem Tag in die Berge. Schon nach wenigen Kilometern wird die Straße sehr eng und schlingelt sich in vielen Kurven den Berg hinauf. Ich komme an manchen Stellen doch etwas ins Schwitzen – insbesondere weil die Griechen doch einen sehr interessanten Fahrstil an den Tag legen 😀 Ich fühle mich aber trotzdem sicher unterwegs.

Tipp: Wenn man noch Fahranfänger ist, sollte man vielleicht auf Autofahren auf Korfu verzichten oder eher auf den Hauptstraßen bleiben.

Der nervenaufreibende Weg in die Höhe wird immer wieder mit tollen Aussichten auf die Insel belohnt. Mit all seinen Olivenbäumen ist Korfu eine der grünsten Inseln Griechenlands.

Grüne Insel Korfu

Nach etwas weniger als einer Stunde komme ich in Acharavi an. Erstmal raus aus dem Auto und ab ans Meer. Auch hier bin ich wieder einmal begeistert wie klar und blau das Wasser ist. Mit Blick auf Albanien genieße ich das morgendliche Schwimmen und lasse mich am Steinstrand von der Sonne trocknen.

Strand von Acharavi

Ansonsten sagt mir Acharavi nicht so richtig zu, sodass ich recht schnell an der Küste weiter ins nahe Kassiopi fahre. Dieses überzeugt mich direkt viel mehr. Das Städtchen hat süße Gassen und lädt zu einem gemütlichen Einkaufsbummel ein. Schön finde ich auch den Hafen von Kassiopi mit seinen vielen Restaurants mit Blick aufs Wasser. Natürlich nutze ich also die Möglichkeit hier einen Mittagsstop einzulegen. Bei leckerem griechischem Salat und Fladenbrot im Tavernaki lässt es sich gut aushalten. Kassiopi hat außerdem wirklich schöne Buchten zum Baden.

Diese bestaune ich diesmal allerdings nur aus der Ferne und fahre stattdessen weiter gen Süden in Richtung Dassia. Die Straße führt mich direkt an der Küste entlang und es gibt auf dem Weg einiges zu bestaunen. Kleine Bergdörfer, spekatkuläre Aussichten, ehrwürdige Kirchen und viele Badestellen. Man würde am liebsten ständig anhalten und Fotos machen.

Tagesroadtrip zum schönsten Strand Korfus: Afionas – die Zwillingsbucht von Porto Timoni –  Agios Georgios Bucht – Sidari:

Ein richtiges Highlight meiner Korfureise war definitv die Wanderung zum Porto Timoni Strand. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Zwillingsbucht. Denn auf der schmalen Landzunge umgeben von grünen Bäumen befinden sich auf beiden Seiten traumhafte Strandabschnitte.

Ich starte schon früh Morgens in Richtung Afionas und bin sofort begeistert von dem kleinen Bergdorf mit seinen süßen Häusern und vielen Vorgärten die von farbenfrohen Blumen geprägt sind. Ich schlendere ein bisschen durch die Gassen mache mich dann aber direkt auf den Weg zum bekannten Strand, um so dem Touristenansturm und der Mittagsonne zu entgehen (Beides definitiv empfehlenswert).

Hinterhof im Bergdorf Afionas

Das Besondere an der Bucht ist, dass man sie lediglich über einen kleinen Trampelpfad oder per Boot erreichen kann. Der Abstieg dauert ca. 30 Minuten und wird gekrönt mit dem Ausblick auf die Zwillingsbucht. Ich fühle mich bei diesem Anblick direkt nach Südafrika oder Thailand zurückversetzt. Das Meer leuchtet aus der Ferne in den schönsten Blautönen, während sich die grünen Berghänge und der weiße Strand perfekt in das Bild einfügen. Ich kann es kaum erwarten mich in das klare Wasser zu stürzen, auch wenn dies am Ende aufgrund der Wassertemperatur etwas kürzer ausfällt als geplant. 

Der Aufstieg ist definitiv schweißtreibend und ich bin sehr erleichtert, als ich endlich wieder im Dorf ankomme.  Zur Belohnung wartet ein kaltes Getränk und ein Mittagssnack im Zeus Throne auf mich. Das Restaurant hat einen eindrucksvollen Ausblick auf den Agios Georgios Strand, der von hier oben so schön aussieht, dass ich mich kurzerhand dazu entscheide meinen Ausflug um einen Stopp hier zu ergänzen und mich in die Fluten zu stürzen.

agios georgios

Zum Abschluss des Tages steht ein Besuch in Sidari und dem bekannten Kanal der Liebe (Canal d’amour) an. Dabei handelt es sich um Felsen, die durch Wind und Wasser im Laufe der Jahre zu einem Klippenkanal geformt wurden. Hierdurch sind kleine Buchten entstanden, die man auf stufigen Wegen erreichen kann. Mich konnte leider weder das Touristenhighlight, noch der Ort selbst wirklich überzeugen. Auf mich wirkte alles zu sehr auf den Tourismus und große Menschenmassen ausgerichtet.

Geheimtipp: Einen kleinen Geheimtipp habe ich aber trotzdem für Sidari: schaut auf eine der leckeren Waffeln im Café Eviva vorbei. Das kleine Café ist unglaublich süß im Vintagestil eingerichtet und versprüht eine fast märchenhafte Atmosphäre. Es ist auch eine gute Anlaufstelle für leckeres Frühstück.

Sidari
Waffel im Cafe

Warum Du unbedingt den Noden Korfus erkunden solltest:

Ich habe mich Hals über Kopf in den Norden Korfus verliebt. Das Wasser war überall so klar, die Felsformationen bildeten wunderschöne Buchten und die Berge bildeten mit ihrem strahlenden Grüntönen einen spannenden Kontrast. Ich finde der Norden sollte daher auf jeder Inseltour enthalten sein. Da ich besonders von Paleokastritsa, Afionas und Kassiopi begeistert war, würde ich diese als Ausgangspunkt der Erkundungen empfehlen. Nehmt euch mindestens 5 Tage Zeit um die Gegend, am besten mit dem Auto, zu entdecken.

Blick über Korfu

Warst du bereits auf Korfu? Was sind deine Highlights im Norden der Insel?

Weitere Beiträge zu Korfu

No Comments

    Leave a Reply