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Marokko / Reisen

Rabat – die unentdeckte Hauptstadt Marokkos

Voller Vorfreude verlasse ich unser marokkanisches Riad. Während in Deutschland die Tage noch kalt und grau sind, lockt dieser Februarmorgen in Rabat mit strahlendem Sonnenschein. Ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern, wann der Himmel zuletzt so klar und blau gewesen ist.

Meine Haut wird von der Sonne erwärmt, als ich endlich an der Promenade am Meer ankomme. Tief atme ich die Meeresluft ein, über mir drehen die Möwen ihre Runden. Ohja, ich bin bereit mich von Rabat, der Hauptstadt Marokkos verzaubern zu lassen

In Rabat trifft Moderne auf orientalisches Flair. Alles wirkt irgendwie aufgeräumter und weniger wuselig als in anderen marokkanischen Städten. Neben dem geschäftigen Souk und dem typischen Baustil, findet man in Rabat auch eine Tram, Hochhäuser und schicke Boutiquen. Dies liegt auch darin begründet, dass hier der König von Marokko residiert. Touristen findet man in der Königsstadt hingegen weniger. Ich finde, gerade deshalb lohnt sich ein Abstecher in die Stadt. Hier sind meine Top-Tipps für deinen Besuch in Rabat:

Ausblick von Rabats Pier
Möwen über der Altstadt

Meine Highlights in Rabat: Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten, Ausflüge

Kasbah des Oudaias und andalusische Gärten

Direkt als erstes zieht es mich zu der schönsten Sehenswürdigkeit Rabats – dem malerischen Altstadtviertel Kasbah des Oudaias. Das Viertel grenzt an die Medina und liegt auf einem Felsplateau über dem Meer. Die vielen blau-weiß getünchten Häuser sind versteckt hinter den Mauern der Festung. Tritt man durch das große Tor, fühlt man sich wie in einer anderen Welt. Ich lasse mich durch die Gassen treiben und kann gar nicht mehr aufhören mit meiner Kamera die Gassen und Häuser zu fotografieren. Wenn man sich nicht verläuft und den Gassen bis zum Ende folgt, eröffnet sich zudem ein weiter Blick auf den atlantischen Ozean und den Stadtstrand von Rabat. Zur kleinen Pause lädt das in den Gassen versteckte „Café Maure“ ein. Es ist im orientalisch-maurischen Stil gestaltet und bieten Plätze mit Blick aufs Meer. Außerdem gibt es leckeren Minzetee und einheimisches Gebäck.

Eine weitere Oase innerhalb der Stadt sind die andalusischen Gärten, welche du direkt über das Café erreichen kannst. Zwischen den Palmen und farbenfrohen Blumenbeeten treffen sich hier die Einheimischen zum Mittagslunch und auch die streunenden Katzen scheinen die Gärten für ein Mittagsschläfchen zu nutzen. Die Gärten sind für mich der perfekte Platz, um dem hektischen Stadtleben zu entfliehen und zwischen den Orangenbäumen ein Buch zu lesen.

Spaziergang an der Uferpromenade am Bou Regreg:

Die Uferpromenade von Rabat ist erst vor einigen Jahren entstanden und eignet sich bestens zum Flanieren. Auf zwei Kilometern zieht sich die Promenade, die mit ihren modernen Cafés und Restaurants an Städte in Europa erinnert. Ich lasse mich an einem der Tische nieder und beobachte das Treiben bei einem Kaffee. Lässt man den Blick schweifen, erkennt man auf der anderen Seite die ebenfalls neu gestaltete Marina der Nachbarstadt Sale. Es ist zudem möglich mit einem der kleinen Boote auf die andere Seite zu fahren.

Brunnen in den andalusischen Gärten
Die adalusischen Gärten in Rabat

Die schönsten Orte für den Sonnenuntergang:

Wenn ich eins auf Reisen liebe, dann ist es den Untergang der Sonne zu bestaunen. Ich kann mich nie daran sattsehen, wie sich der Himmel von Gelb zu Rot verfärbt. In Rabat bieten sich hierfür zwei Orte besonders an. Zum einen der Platz beim weißen Leuchtturm „Phare de Rabat“. Hier versammeln sich Einheimische und Touristen, um den Sonnenuntergang über dem Meer zu bestaunen. Dafür kann man sich auf einem der Felsen niederlassen oder kilometerlang die Promenade entlang schlendern. Einen etwas glamouröseren Ausblick bietet die Dachterrasse des  Cantor Terminus Hotels. Das Hotel befindet sich mitten in der Stadt, direkt neben dem modernen Bahnhof. Die Preise sind hier zwar etwas teurer, dafür eröffnet sich der beste Blick über die Stadt. Bei unserem Besuch haben uns leider aufziehende Wolken einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir haben den Sonnenuntergang verpasst. Dennoch bin ich mir sicher, dass man von der Terasse einen tollen Sonnenuntergang erleben kann.

Sonnenuntergang über dem Strand

Der Hassan Turm und die unvollendete Moschee:

Der Hassan-Turm ist das wohl bekannteste Wahrzeichen von Rabat und schon aus weiter Ferne erkennbar. Der hohe Turm wurde im 12. Jahrhundert errichtet und sollte mal ein 87 Meter hohes Minarett der größten Moschee Marokkos werden. Dazu kam es jedoch nie, denn nachdem der herrschende Sultan plötzlich verstarb, blieb die Moschee bis heute unvollendet. Es ist beeindruckend zwischen den Säulen und den übrig gebliebenen Ruinen zu wandern. Spannend fand ich auch die authentisch bekleideten Wachen auf Pferden vor dem Eingang. Zusammen mit dem Mausoleum von Mohammed V ist der Ort auf jeden Fall einen Besuch wert.

Hassan-Turm
Das bekannteste Wahrzeichen von Rabat: der Hassan-Turm

Rabat für Foodies: Restaurant- und Ausgehtipps

Rabat hat in Sachen Essen einiges zu bieten und man findet reichlich Auswahl an marokkanischen, aber auch internationalen Speisen. Folgende Lokale habe ich ausprobiert und kann ich dir empfehlen:

Le Georges:

Im Le Georges hatte ich definitiv das leckerste Essen meiner Reise. Die Preisklasse ist hier gehoben, dafür das Ambiente aber sehr stilvoll, es gibt guten Wein und regelmäßig Livemusik. Die angebotenen Gerichte sind abwechslungsreich und gehen hauptsächlich in eine französische Richtung. Das Le Georges ist einen Besuch wert und eignet sich sehr gut für ein romantisches Abendessen.

Das Restaurant findest du hier.

La Maison Bleue:

Wer ein Auto hat sollte auch unbedingt eine Fahrt zum Maison Bleu machen. Das Restaurant liegt etwas außerhalb der Stadt in Mitten der Natur des Oued el Mechra. Die rießige Terasse mit Blick auf den See lädt zum Verweilen ein. Hier kann man sehr gut die Sonne bei Kaffee, Frühstück oder kleinen Mahlzeiten genießen.

Das Restaurant findest du hier.

Dar Naji:

Das Dar Naji vereint erstklassiges marokkanisches Essen und schönes orientalisches Ambiente. Es gibt zwei Restaurants davon in Rabat. Aufgrund der tollen Lage am Meer und der schönen Aussicht kann ich dir besonders das verlinkte Lokal empfehlen. Schau unbedingt vorbei und probier eine der leckeren Tajines.

Das Restaurant findest du hier.

Boquería Fina

Eine schöne Außernterasse, stylische Einrichtung und leckeres Essen hat auch das neue Szene-Restaurant: Boquería Fina in Rabat zu bieten. Hier kann man sogar ein Weinchen oder ein Bier zum Essen genießen, denn das Restaurant ist eins der wenigen in Rabat, die Alkohol ausschenken dürfen.

Das Restaurant findest du hier.

Der Strand von Rabat
Rabat’s Stadtstrand

Übernachten in Rabat: Unsere orientalisches Riad

Unsere Unterkunft war wirklich wie ein orientalischer Traum aus „1001 Nacht“. Ich habe mich direkt in die bunten marokkanischen Fliesen, die großen Holztüren, die vielen Schnörkel und den wunderschönen Innenhof verliebt. Zu den gemütlichen Zimmern ist ein traditionelles Frühstück im Preis enthalten. Zudem gibt es eine riesige Dachterrasse mit Blick über Rabat und eine süße Hauskatze. Mir hat es dort jedenfalls sehr gefallen.

Unser Traum-Airbnb in der besten Lage Rabats:

Eine weitere Traumunterkunft konnten wir während einem meiner letzten Besuche in Rabat ausprobieren. Das Airbnb liegt mitten in der Oudaya und hat von seinen zwei (!) Terassen einen eindrucksvollen Ausblick auf die Lagune. Ich habe vor allem aber den Loftartigen Stil und das viele Licht im Appartment geliebt. Solltet ihr eine besondere Unterkunft für bis zu vier Personen suchen, solltet ihr unbedingt schauen ob diese Airbnb noch verfügar ist!

Sonnenuntergang über Rabat
Traumhafter Ausblick von der Dachterasse unseres Aibnb’s

Warst du bereits in Rabat? Erzähle mir von deinen Lieblingsorten der Hauptstadt.

Ich hatte schöne Tage in Rabat und finde, diese Stadt bietet einige schöne Plätze abseits der üblichen Touristenziele in Marokko. Da Rabat aber hauptsächlich eine Arbeits- und Verwaltungsstadt ist, reichen ein bis zwei Tage um die Stadt zu erkunden. In Marokko gibt es aber noch viel mehr zu entdecken. Folge mir auf meiner Reise durch das Land der Träume.

2 Comments

  • Arne
    26. April 2021 at 16:34

    Ein wirklich schöner Bericht und tolle Impressionen 🙂 Ich wollte im März 2020 auch nach Marokko, doch dann kam der Lockdown und der Flug wurde gestrichen. Ich hoffe, dass ich das bald nachholen kann.
    Liebe Grüße

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    • Weltverzaubert
      2. May 2021 at 13:36

      Ach wie blöd! Dann hoffe ich sehr, dass du deinen Trip bald nachholen kannst. Vielleicht findest du in meinen Beiträgen sogar ein paar Inspirationen. 🙂

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